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Corona

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

6. August 2020

Ende 2019 traten in Wuhan, China, die ersten Fälle einer unbekannten Krankheit (die bald Corona genannt wurde) auf. Die rasche Ausbreitung der Krankheit, die bei einigen Infizierten schwere Symptome und Todesfälle verursachte, führte schnell zu einer Überlastung der Krankenhäuser.

Diese Erkrankung verbreitete sich ab Anfang 2020 blitzschnell über alle Kontinente und wurde von der WHO (World Health Organisation) zur Pandemie (Massenkrankheit mit weltweiter Verbreitung) erklärt. Als Reaktion verhängten viele Regierungen sogenannte Lockdowns für ihre BürgerInnen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, auch hier in Österreich. Ab dem 17. März sollten die BewohnerInnen zu Hause bleiben und nur für die nötigsten Wege wie Lebensmittelkauf, Arztbesuche etc. das Haus verlassen,  Geschäfte (bis auf Lebensmittel, Apotheken), Friseurläden, Restaurants, Bars, Konzertveranstaltungen, Kinos, Theater… wurden geschlossen. BüromitarbeiterInnen arbeiteten von zu Hause aus.

Hier in Österreich sind wir – zumindest vorerst – glimpflich davongekommen. Auch im April (dem Monat mit den meisten Erkrankungen, Hostpitalisierungen und Todesfällen) ist es nie zur Überlastung der Krankenhäuser gekommen. In anderen Ländern war das leider teilweise viel schlimmer und viele Menschen sind schwer erkrankt oder sogar gestorben.

Nach Ostern, ab dem 14. April durften erste – kleinere – Geschäfte wieder öffnen. Seither sind viele Beschränkungen wieder gelockert bzw. aufgehoben worden, aber da die Krankheit nur eingedämmt und nicht verschwunden ist, sollen alle Menschen weiterhin verstärkte Hygienemaßnahmen einhalten: häufiges Händewachen, mindestens 1m Abstand zu anderen halten und möglichst oft einen Mund-Nasenschutz tragen (ist teilweise Vorschrift).

Alle Welt hofft auf die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs. Etliche Projekte sind gestartet und einige bereits in der Erprobung. Aber auch falls es gelingen sollte, die Krankheit durch Impfungen wirkungsvoll zu bekämpfen wird sie uns weiterhin begleiten.


3. Jänner 2021

Über den Sommer wurden die Regeln gelockert, Tourismus und Reisen waren wieder möglich. Dadurch sind die Infektionszahlen wieder gestiegen, ab September ging die Kurve stark hinauf.

Anfang September wurde die Corona-Ampel gestartet, angesichts der stark steigenden Infektionszahlen wurden auch die Anti-Corona Maßnahmen wieder sukzessive verschärft.

Im Oktober und November erreichten die Infektions- und Sterbezahlen besorgniserregende Höhen.

Jüngster Corona Verlauf
Quelle: Erich Neuwirth, 2021-01-03

Das führte zu einem Soft- und anschließend Hard-Lockdown im November. Der Lockdown wurde ging bereits am 6. Dezember – trotz nach wie vor hohen Infektionszahlen zu Ende.


19. Jänner 2021

Wie zu erwarten war musste Österreich kurz nach Weihnachten erneut in einen harten Lockdown, der derzeit (19.01.2021) immer noch aufrecht ist. Die Infiziertenzahlen gehen – trotz der strengen Regeln – nur langsam zurück, ebeso die Zahl der täglich Verstorbenen.

Immerhin hat sich die Bundesregierung jetzt – in Anbetracht der Verbreitung einer wesentlich stärker ansteckenden Virusvariante – das Ziel einer 7-Tages-Inzidenz von +- 50 gesetzt.

Die Verlängerung des Lockdowns gilt vorerst bis zum 7. Februar. Ab 25. Jänner ist das Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten, Postämtern & Apotheken vorgeschrieben, der Mindestabstand (den Personen, die nicht im selben Haushalt leben, einhalten müssen) wurde auf 2m erhöht.

Aber es gibt Hoffnung: Ende letzten Jahres wurde als erster Impfstoff der des Herstellers Pfizer/BioNTech zugelassen. Leider ist der Impfstoff bis wahrscheinlich Anfang April knapp, sodaß bis dahin keine großen Bevölkerungsgruppen immunisiert werden können.

Als erstes werden BewohnerInnen von Pflege- und Pensionistenheimen, deren Personal, HochrisikopatientInnen, Krankenhausbedienstete und niedergelassenes medizinisches Personal geimpft.

Als nächstes kommen ältere Personen, die nicht in Pensionisten- oder Plegeheimen leben, RisikopatentInnen und MitarbeiterInnen von Unternehmen der kritischen Infrastruktur (Lebensmittererzeuger, Verkehr, Telekommunikation, Banken, Energieversorger, Medien…), dran.

Erst dann werden alle übrigen (die das wollen) geimpft. Das wird nicht vor April Juni1 sein, da vorher keine ausreichenden Mengen an Impfstoff verfügbar sein werden.

1 Aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit der Impfstoffe mußte dieses Datum verschoben werden.


21. März 2021

Obwohl der Lockdown seit Weihnachten in vielen Bereichen nach wie vor aufrecht ist und die Testkapazitäten enorm gesteigert wurden befinden wir uns bereits in der dritten Corona Welle. Besonders in Ostösterreich spitzt sich die Lage zu. In ganz Österreich haben wir Inzidenzen von mehr als 200, in machen Gebieten sogar mehr als 400.


23. April 2021

Nach Ostern gingen drei Bundesländer – Burgenland, Niederösterreich und Wien – erneut in einen so genannten “harten” Lockdown. Die Kapazitäten in den Intensivstationen in diesen Bundesländern wurden überschritten, d.h. es wurden mehr Patientinnen behandelt als eigentlich möglich. Das (hat) bedeutet, dass weniger Personal mehr Patienten betreuen musste/muss bzw. teilweise auch nicht für den Intensivbereich Geschulte eingesetzt werden mussten/müssen.

Leider ist es so, dass die Strategie der Regierung von Containment (Eindämmung) zu Mitigation (Milderung) gewechselt hat. Im Jänner wurde eine Inzidenz von 50 als Schwellenwert als Ziel festgelegt, im Februar hieß es dann eine Inzidenz von 200 wäre der kritische Wert. Angesichts der inzwischen landesweit verbreiteten britischen Mutation (die stärker und länger ansteckend und leider auch für jüngere Menschen gefährlich ist) und einer neuen, sich schnell verbreitenden “österreichischen” in Tirol (E484K) finde ich das hinterfragenswert. Die letztgenannte Variante ist wahrscheinlich eine Fluchtmutation, d.h. dass sie möglicherweise eine durch Infektion oder Impfung erworbene Immunität unwirksam machen kann (siehe Brasilien und Indien).

Darüber hinaus wird immer klarer, dass viele Erkrankte (auch solche, die die Infektion ohne Symptome oder nur mild durchgemacht haben) nach der akuten Phase an Long- (Post-) Covid leiden, das kann sogar zu Todesfällen führen.

Doch was passiert gerade? Der Corona-Krisenstab beschließt weitgehende Öffnungen (Schulen, Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Kultur) für Mitte Mai. Wieder ohne diese Öffnungsschritte von konkreten Infektionszahlen bzw. der Anzahl von geimpften Personen abhängig zu machen.

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